Metallischer Schlag beim Einschalten einer Speck Kolbenpumpe

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Ich Bins
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Metallischer Schlag beim Einschalten einer Speck Kolbenpumpe

Beitrag von Ich Bins » Di 18. Jun 2024, 23:35

Hallo zusammen,

meine Speck Kolbenpumpe BS 25 mit einem 200 Liter Kessel aus dem Jahr 1979 erzeugt bei jedem Starten des Motors einen metallischen Schlag.
Über den nachfolgenden Link ist ein kleines Video in meiner Cloud zu erreichen bei dem das Einschaltegräusch angehört werden kann.
https://magentacloud.de/s/Q7RqgKzeGAZbMFe
Ist dieses Einschaltegeräusch bedenklich?

Viele Grüße
Ich Bins

PeterB
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Re: Metallischer Schlag beim Einschalten einer Speck Kolbenpumpe

Beitrag von PeterB » Mi 19. Jun 2024, 08:22

Ich habe keine Erfahrung mit so einem Schätzchen und kann deshalb das Geräusch nicht einschätzen. Schön hört es sich nicht an.

Hast Du das Ein- und Auschalten manuell durchgeführt indem Du den Strom ein- und ausgeschaltet hast oder geschieht das automatisch während ein Verbraucher offen ist?

Bei einem 200 Liter Kessel sollte die Pumpe nachdem sie abgeschaltet wird solange ruhen bis gut 60 Liter aus dem Kessel durch den dort gespeicherten Druck geflossen sind. Einige Anmerkungen von Dir in dem Beitrag zur Pumpenauswahl haben mich stutzig gemacht ob da alles "mit rechten Dingen" zu geht.

Grüße
Peter

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Ich Bins
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Re: Metallischer Schlag beim Einschalten einer Speck Kolbenpumpe

Beitrag von Ich Bins » Do 20. Jun 2024, 00:13

Hallo Peter,

das Ein- und Ausschalten geschieht automatisch.
Die Zeitabstände wurden dieses Jahr immer kürzer.
Ich vermute, dass sich im Windkessel fast nur noch Wasser befindet, denn zuletzt bei hoher Luftfeuchtigkeit war der Kessel fast bis oben beschlagen.
Kann es sein, dass die Kobenpumpe nicht mehr richtig schnüffelt?
Ich habe Kontakt mit der Fa. Speck und einem regionalen Servicepartner aufgenommen.
Antwort erhielt ich bisher noch nicht.

Viele Grüße
Ich Bins

PeterB
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Re: Metallischer Schlag beim Einschalten einer Speck Kolbenpumpe

Beitrag von PeterB » Do 20. Jun 2024, 09:51

Ich Bins hat geschrieben:
Do 20. Jun 2024, 00:13
das Ein- und Ausschalten geschieht automatisch.
Das tut weh, sehr sehr weh
Ich Bins hat geschrieben:
Do 20. Jun 2024, 00:13
Die Zeitabstände wurden dieses Jahr immer kürzer.
Sorry, aber dann MUSS man was unternehmen. Ist so, wie mit dem Öldrucklämpchen am Auto. Wenn rot dann Alarm.
Ich Bins hat geschrieben:
Do 20. Jun 2024, 00:13
Ich vermute, dass sich im Windkessel fast nur noch Wasser befindet, denn zuletzt bei hoher Luftfeuchtigkeit war der Kessel fast bis oben beschlagen.
Richtig

Mach die Pumpe stromlos. Lass alles Wasser aus dem Kessel ab. Schließe alle Verbraucher und lass die Pumpe laufen.

Sie wird jetzt solange Wasser in den Kessel pumpen und dabei die Luft komprimieren bis der Abschaltdruck erreicht ist und dann abschalten. Jetzt bist Du wieder im grünen Bereich.

Es gibt unterschiedliche Methoden einen fehlenden Druck im Kessel wieder herzustellen die auch "bessere Ergebnisse" liefern, sprich eine längere "Ruhepause" für die Pumpe. Diese aber ist für den Hausgebrauch ausreichend.
Ich Bins hat geschrieben:
Do 20. Jun 2024, 00:13
Kann es sein, dass die Kobenpumpe nicht mehr richtig schnüffelt?
Möglichkeiten, warum das Luftpolster verschwunden ist, gibt es etliche. So richtig firm darin, wie das Zusammenspiel zwischen Schnüffelventil, Luftwart ecetera funktioniert, bin ich nicht. Bilder von der kompletten Anlage mit allen Teilen am Druckkessel sind bestimmt hilfreich auch für jemanden, der bei diesem Thema besser Bescheid weiß.
Ich Bins hat geschrieben:
Do 20. Jun 2024, 00:13
Ich habe Kontakt mit der Fa. Speck und einem regionalen Servicepartner aufgenommen. Antwort erhielt ich bisher noch nicht.
Probiers mal da

https://www.steffens-pumpen.de/pumpen-f ... /index.php
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Thoralf
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Re: Metallischer Schlag beim Einschalten einer Speck Kolbenpumpe

Beitrag von Thoralf » Do 20. Jun 2024, 14:47

Moin Ich bins,

1. Hast Du auch ein Schauglas am Kessel? Da müsstest Du den Wasserstand sehen.
2. Ist das Schnüffelventil aufgedreht? (Die Kontermutter / Rändelscheibe lösen und die Schraube des Schnüffelventils ein paar Umdrehungen rausdrehen) Man müsste es dann auch schnüffeln hören.

In meinem Blog habe ich ein Foto von meinem Schnüffelventil, anderer Hersteller, aber die sind alle wohl ähnlich http://blende-acht.blogspot.com/2014/06 ... chnik.html letztes Foto. Das was in den Pumpenraum reinragt ist ein Gummistück, was verhindert, dass Wasser rausspritzt, also nur wenn Unterdruck ist dann wird Luft eingesaugt.

Wenn der Kessel voll Wasser ist, dann ist es kein Wunder, dass die Pumpe so oft ein- und ausschaltet. (Nicht gut)

Wasser ablassen und das so entstandene Luftpolster nutzen wie von Peter beschrieben ist ein erster Schritt. Dabei wird der Kessel aber nicht optimal genutzt. Angenommen Du hast am Druckschalter 2/4 bar eingestellt. Normaler Luftdruck ist 1 bar (am Manometer wird richtigerweise 0 bar Überdruck angezeigt). Wenn Du 2 bar hast = Abschaltdruck, dann hast Du in Wirkllichkeit 3 bar absolut und die Luft im Kessel ist schon auf ein Drittel komprimiert (1bar/3bar). Bei Ausschaltdruck von 4 bar (absolut 5 bar) ist die Luft auf ein Fünftel komprimiert (1bar/5bar). Nur diese Differenz ist dann nutzbar. Beim 200 Liter Kessel also 66 l - 40 l = nur 26 l. Wenn Du einen Vordruck von 1,8 bar aufbaust, dann kommst Du nach der Berechnungsformel auf ca. 75 Liter. Real etwas weniger, weil Du auch beim kleinsten Druck = Vordruck immer etwas Wasser im Kessel hast.

Wie das mit automatischen Belüftern funktioniert kann ich Dir nicht sagen (Plunschmeister hatte im Forum mal was dazu verlinkt). Aber schau erst mal, ob Du das Schnüffelventil aufgedreht bekommst. Dann kannst Du im ersten Schritt wie Peter beschrieben hat vorgehen und dann schnüffelst Du Dir mit manuellem auf-/zudrehen des Ventils die zusätzliche Luft in den Kessel. Das müsstest Du am Schaurohr sehen.

LG
Thoralf
Der Elektroingenieur in mir meint: "Wasser braucht Strom" 8-)
Meine Projekte gibt es auch in meinem Blog:
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Re: Metallischer Schlag beim Einschalten einer Speck Kolbenpumpe

Beitrag von Ich Bins » Do 20. Jun 2024, 19:13

Vielen herzlichen Dank euch beiden,

am Kessel ist kein Schauglas.
Weil der Kessel noch kein Ventil hatte an dem ich zum Ablassen einen Schlauch hätte anschließen können musste das Wasser über den Anschluß vom Manometer durch ein dünnes Kunststoffrohr und Schlauch mit einer keinen Aquarienpumpe abgesaugt werden. Der Keller hat keinen Pumpensumpf, eine kleine Sickerung im Betonboden kann max. die Tropfen aus der Stopfbuchse aufnehmen. Für das Abwasser eines Waschbecken dient ein "geköpfter" Kunsstoffkanister mit Schwimmerpumpe. Die Aquarienpumpe pumpte das Wasser des Kessels in diesen Bottich.
Nachdem der Kessel leer war montierte ich ein Ventil an den Kessel damit nächstes mal das Wasser einfach abgelassen werden kann.
Zwischen Kolbenpumpe und Kessel befindet sich ein kleiner Schlauch, keine Ahnung ob der Anschluss an der Pumpe ein Schnüffelventil ist, vermutlich nicht.

Nach der Montage vom Ablassventils und Manometer füllte die Kolbenpumpe wieder den Kessel. Jetzt dauert ein gesamter Zyklus von Einschalten - Pumpen und wieder Einschalten 45 Sekunden.
Zuvor waren es sechs Sekunden.
Leider ist der metallische Schlag noch immer vorhanden.
Hier folgen noch ein paar Fotos.
Bild
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Viele Grüße
Ich Bins
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Thoralf
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Re: Metallischer Schlag beim Einschalten einer Speck Kolbenpumpe

Beitrag von Thoralf » Do 20. Jun 2024, 21:06

Min Ich Bins!

sorry, da kenne ich mich nicht aus.

Die Google-Suche nach kolbenpumpe kessel automatisches belüftungsventil führte ... zum Brunnenforum. Tataaa! ;)
Hier ist ein Beitrag von Plunschmeister dazu (und das könnte auch der sein, an den ich erinnerte: http://brunnen-forum.de/viewtopic.php?t=453#p4921
(Frei nach Werner: "Hat man bei Ihnen schon ein Schnüffelstück gesetzt?" - "Ein waaaaaas?" - " Ein Schnüffelstück, in Fachkreisen auch automatischer Kesselbelüfter genannt" :D )

Schau mal rein. Vielleicht ist da irgendwas zugesetzt oder klemmt oder der Schwimmer schwimmt nicht mehr.

Die Funktion sieht selbsterklärend aus: Wenn der Wasserstand zu hoch ist, dann würde die Luftöffnung zum Anaugbereich der Pumpe geöffnet werden und über den Schlauch würde Luft angesaugt werden, die dann in den Druckbehälter gelangt.

LG
Thoralf
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Re: Metallischer Schlag beim Einschalten einer Speck Kolbenpumpe

Beitrag von Ich Bins » Do 20. Jun 2024, 23:46

Vielen Dank für den Link zum Luftwart.
Dann hat meine Pumpe also einen Luftwart am Kessel. Als ich zum Absaugen die dünne Kunststoffröhre in den Kessel schob kam es mir so vor als wäre sie im Kessel an einen Gegenstand gestoßen.
Das könnte dann der Schwimmer vom Luftwart gewesen sein.
Oben an der Pumpe ist es in diesem Fall dann nicht nur ein Schlauchanschluß sondern ein "Schnüffler".
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