Testwidder/Widdertest

Wasserpumpe ohne Strom

widder
Beiträge: 20
Registriert: Mi 13. Jun 2018, 08:20

Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von widder » Do 5. Sep 2019, 10:26

hallo christoph
probier mal mehr gewicht am steigventil-druckventil, vielleicht hast du dann auch bei mehr treibwasser die gleichen fördermengen wie in der online berechnung
lg schorsch

Topic author
Christoph
Beiträge: 17
Registriert: So 28. Jul 2019, 13:04

Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von Christoph » Do 28. Nov 2019, 12:10

High,
eingewintert:
Bild
mitlerweilen hat er gut 140 Kubikmeter gepumt. Anfangs blieb er ab und an noch mal stehen: je nach Stellung konnte der Teller des Schlagventils leicht am Gewinde schleifen, noch ein wenig abgedreht läuft er jetzt seit bald 3 Monaten ohne Unterbrechung. Nächstes Jahr gehts weiter.
Christoph
Benutzeravatar

Donald Glück
Beiträge: 7
Registriert: Di 8. Okt 2019, 09:44

Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von Donald Glück » Sa 30. Nov 2019, 12:50

Klasse und wieder eine Anregung der sich im meinen Kopf festgesetzt hat. :D
Tolles Forum, bin Tag für Tag gespannt was ich hier an Anregungen bekommen kann. ;)
Netter Gruß ;)
Holländer von Geburt an

widder
Beiträge: 20
Registriert: Mi 13. Jun 2018, 08:20

Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von widder » So 15. Dez 2019, 08:44

hallo christoph
mittlerweile habe ich wieder genug quellwasser um meine versuche fortzusetzen...am gewicht des förderventiles liegt es nicht, dass im höheren treibwasseraufkommen dein und auch einige von meinen (bis auf einen) mit den fördermengen der schweizer leistungstabelle nicht schritt halten können. ich denke eher es liegt daran ob das wasser rund um den ventilteller des stossventils genügend platz hat. wenn bauteilbedingt - handelsübliche fittings- der platz sehr eng ist zur rohrwand dann kann bei stärkerer treibwassermenge das wasser nicht so schnell durchfliessen, verzögert daher die schlagfrequenz etwas was sich dann auf die tagesliterzahl auswirkt.
einer von meinen widdern ist aus einem druckminderer teil gebaut, dort ist sehr viel platz rund um den ventilteller des stossventiles, dieser hält leistungsmässig ohne weiteres mit den schweizern mit, ja macht sogar etwas mehr.
auf deiner zeichnung sehe ich dass der ventilteller ins triebrohr des widders hineinragt, weil der ventilsitz so weit runtergeht - ist das tatsächlich der fall oder hört das gewinde des ventilanschlages schon eher auf und du hast dann die verengung am ventilteller?
lg schorsch

Topic author
Christoph
Beiträge: 17
Registriert: So 28. Jul 2019, 13:04

Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von Christoph » Mo 16. Dez 2019, 21:26

High Schorch,
ja das ist so, wie in der Zeichnung. Da ich an dem Ventilrohr ein gerades (nicht konisches) Gewinde angeschnitten habe, kann ich es sehr weit in das T-Stück hineinschrauben. Anstelle von Gewicht kann ich die Schlagfrequenz veringern indem ich den Oeffnungsweg vergrössere, dadurch kommt der Teller weiter aus der Strömung, die Strömungsgeschwindigkeit muss höher sein um den Teller anzuheben (oder halt umgekehrt). Ein Grund, warum der Wirkungsgrad meines Widders bei höheren Hubhöhen stärker abfiehl liegt sicherlich auch darin begründet, dass ich ihn nicht jeweils dafür optimiert eingestellt habe (vermutlich auch die Triebleitung)- alle Messungen sind mit der gleichen Einstellung gemacht.
Wenns um den Wirkungsgrad geht ist das Gewicht des Stossventils prinzipiell wirkungsgradmindernd- im Zweifelsfall eine Feder vorzuziehen. Meine Anordnung, wo das Stossventil den Wasserstrahl nach oben umlenkt ist natürlich (gerade auch bei der geringer Tiebhöhe) kontraproduktiv ...
Ich habe da auch schon einige Ideen- mal sehen, wenn ich nächstes Jahr Zeit finde ;-)
Grundsätzlich: Ich habe im laufe der Zeit ja nun schon einiges an Geräten und Maschinen gebastelt- ich finde es absolut begeisternd, dass man beim Widder einfach mal so drauflosbauen und dabei beachtliche Wirkungsgrade bei hoher Zuverlässigkeit erreichen kann. Das spricht meiner Meinung nach sehr für die Genialität des Prinzips an sich.
Christoph

widder
Beiträge: 20
Registriert: Mi 13. Jun 2018, 08:20

Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von widder » Di 17. Dez 2019, 08:27

mit zu grossem ventilspalt muss man auch vorsichtig sein, ich habe bei meinen vergleichsmessungen gesehen dass beim 1" widder bis 4 mm gut ist, bei den kleineren bis ca 2,5, bei grösserem ventilspalt dann wieder weniger leistung, weil sich die schlagfrequenz verlangsamt , was sich auf die tagesleistung auswirkt.
zur ventileinstellung würde ich prinzipiell sagen : wassermenge zuerst mit dem ventilspalt regeln, eine viertel bis halbe umdrehung an der schraube ist oft schon ausreichend, dann mit dem federdruck den restverbrauch fein einstellen...das kann man sehr gut beobachten wenn aus dem triebschacht ein überlaufschlauch bis zum widder geht.
nützlich wenn das vorhandene triebwasser knapp ist und ein maximum an wasser gepumpt werden soll. auf der seite wasserpumpe widder ch einer anderen schweizer firma findet man übrigens viele informationen für die verlegung der triebleitung, auch triebleitungsreduzierung , habe ich ausprobiert, macht 10 %mehr leistung und regulierung schwankender quellwassermengen mit hilfe eines kleinen eimers -bechers am stossventil.
diese infos noch für alle interessierten...
lg schorsch
Benutzeravatar

Plunschmeister
Beiträge: 3115
Registriert: Do 1. Aug 2013, 18:11

Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von Plunschmeister » Di 17. Dez 2019, 10:07

Wie hoch liegt denn eigentlich der Quellschacht über dem Widder?

Der Durchmesser deiner Triebleitung ist zu gering.
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
* 2712193509122015*
Gruß PM

widder
Beiträge: 20
Registriert: Mi 13. Jun 2018, 08:20

Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von widder » Mi 18. Dez 2019, 08:18

das würde ich auch sagen, offenbar handelt es sich um flaches gelände, wenn die 20 m lange triebleitung nur o,5 m gefälle hatte. hier bräuchte es entweder die triebleitungsreduktion, oder standrohr an der richtigen stelle und bei dieser quellschüttung wäre auch eine sehr dicke tl möglich, um maximale leistung zu haben. dann braucht es allerdings auch einen viel grösseren widder...
weiter oben wurde auch eine spiraltriebleitung angedacht. wie macht das sinn? ich dachte die ist nötig wenn die tl nicht in ausreichender länge , also in einem günstigen höhenverhältnis, zu verlegen ist. hier ist ja das gegenteil der fall.
lg schorsch

Topic author
Christoph
Beiträge: 17
Registriert: So 28. Jul 2019, 13:04

Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von Christoph » Mi 18. Dez 2019, 09:45

High,
die maximale Gefällehöhe innerhalb des Grundstückes, die ohne grössere Umbauten möglich ist liegt bei ca 50cm. Wasser ist Mengenmässig reichlich da. Die derzeitige Förderhöhe beträgt etwa 3,5m. (die aktuelle Triebleitung ist 6m lang, bei 25mm Innendurchmesser) Das ganze dient zur Zeit lediglich dem Selbstzweck. Sollte ich den Widder jedoch jemals sinnvoll einsetzen, liegt eine maximal benötigte Fördermenge etwa bei 1000l pro Tag- Ziel erreicht. Ich habe die Triebleitung spiralförmig gelegt (eine Windung), weil die Anbringung des Widders an gegebene Einrichtungen im Teich unabhängig von der Triebleitungslänge einfach möglich ist. Der Triebleitungsdurchmesser sowie die Länge ergab sich einfachheitshalber aus den vorhandenen Rohrstücken ;-) . Unter den gegebenen Umständen die tägliche Fördermenge zu erhöhen ist bei entsprechend grösserer Auslegung natürlich kein Problem. Mich persöhnlich interessiert allerdings eher der Wirkungsgrad und die Zuverlässigkeit. Durch die geringen Drücke ist die Beanspruchung der Ventile eher gering, so dass da kaum Verschleiss auftritt. Allerdings reagiert mein Widder sehr empfindlich auf auf mechaniche Reibungsverluste. Anfangs konnte es vorkommen, dass der ventilteller an der Wandung schliff und der Widder stehen blieb. Seit ich ihn nochmal einen halben mm abgedreht hatte ist er nie mehr stehen geblieben. Ne Umfassende Untersuchung werde ich sicherlich nicht abliefern können, aber vielleicht kann ja doch jemand die eine oder andere Anregung für sich bekommen.
Christoph

widder
Beiträge: 20
Registriert: Mi 13. Jun 2018, 08:20

Re: Testwidder/Widdertest

Beitrag von widder » Do 19. Dez 2019, 06:35

mich interessiert bei meinen widdern auch der maximale wirkungsgrad, denn der bringt den maximalen nutzen. ich hatte auch so ein ähnliches förderventil wie du,nur aus messing mit gummidichtung und führung mit leichter feder damit es auch wieder zügig schliesst, war aber offenbar um den ventilteller rum zu eng, funktionierte auch bei geringeren pumpmengen gut( bis 6l treibwasser) bei grösseren zu wenig leistung. habe jetzt statt dessen ein klappenventil eingebaut in einem übergangsstück 1" ag auf 1 1/2"ag, dort ist innen ein schöner absatz, auf den man die ventillochplatte anbringen kann.es ist grosszügig platz, das wasser kann gut umströmen und macht gleich sehr viel leistung mehr! es liegt oft an kleinigkeiten...
lg schorsch
Antworten