Reichen 5m Brunnenstube für ein 125mm Rohrbrunnen? :)

Grundwasseranfang in jeder Tiefe möglich

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rspecht
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Re: Reichen 5m Brunnenstube für ein 125mm Rohrbrunnen? :)

Beitrag von rspecht » Mi 11. Okt 2023, 14:52

Es geht vorran.... die Welle wird am Freitag überdreht und alles andere sollte ich auf der Reihe haben. Dann könnte ich bald zum ersten Testlauf übergehen.

Nun stellen sich noch 2 Fragen:
1: Was passiert mit dem klumpigen Lehm? Wie bekomme ich den schnell genug gelöst um ihn hochzuspühlen? Ich gehe aktuell davon aus das ich den Bohrer runterlasse und nach 2 Umdrehungen wieder alles zugesetzt hat.

2: Was passiert wenn mir das Spülwasser abhaut sobald ich in einen Wasserleiter komme? Genau das soll ja beim Spülbohren früher oder Später passieren. Wo landet dann das Bohrgut wenn das Wasser als "Träger" des Aushubs verschwindet? Nach meinem Verständniss des Vorgangs muss ich ja sofort aufhören zu bohren wenn oben kein Dreckwasser mehr kommt. Ist das dann der Punkt wo meine Bohrzusätze "aktiv" werden müssen? Aktuell hab ich nur Antisol da. Ich könnte aber noch 2 Sack Betonit bekommen. Das Antisol löst sich ja nach ein paar Tagen auf, aber das betonit bleibt für ewig, oder? Der letzte Teil ist fast Frage 3 ;)

Grüße
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Plunschmeister
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Re: Reichen 5m Brunnenstube für ein 125mm Rohrbrunnen? :)

Beitrag von Plunschmeister » Fr 13. Okt 2023, 10:53

Eine Spülbohrung in Lehm oder Ton ist schwierig.
Die Mischung muss 'fetter' sein, also auf den Bodengrund abgestimmt.
Das kohäsive Material wird sich nicht auflösen. Speziell für diese Bodenarten gibt es auch spezielle Produkte.
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft" Jules Verne (1870)
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Gruß PM

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rspecht
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Re: Reichen 5m Brunnenstube für ein 125mm Rohrbrunnen? :)

Beitrag von rspecht » Fr 13. Okt 2023, 11:19

Plunschmeister hat geschrieben:
Fr 13. Okt 2023, 10:53
Speziell für diese Bodenarten gibt es auch spezielle Produkte.
Antisol hab ich da - Laut Stüwa ist eine Mischung von 1-5kg / Kubik gut für Ton und Feinsandboden.
Ich werde heute hoffentlich meinen Spülbohrkopf überarbeiten und könnte morgen mal kurz "antesten" ob er dicht ist.
Kann man dann ganz sachte nur mit wasser anfangen zu bohren? Antisol will ich noch nicht anmischen da es ja doch recht teuer ist.
Ich denke wenn es wirklich Ton ist wirkt es wie betonit und das Spülwasser wird immer dicker - das müsste man halt beobachten.

Ich will mal schauen ob mein Schutzrohr "dicht" ist oder ob mir alles in den Brunnenschacht läuft. Dann wäre die überlegung nochmal das 5m Bohrrohr zu ziehen, tiefer aufzubohren und dann das spülwasser mit dem bohrgut einfach auf den boden des Schachts laufen zu lassen. Das wäre alles nicht toll aber eine Notlösung.

Ansonsten könnte man ja immer noch mit der Maschine Handwerkzeuge bedienen. Dann ist man zwar ultra langsam da das auf/ab bauen des Bohrgestänges schon 5 min dauert, würde aber gehen. Wenn man dann immer 50cm weiter kommt wäre ja auch noch zu rechtfertigen.
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Plunschmeister
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Re: Reichen 5m Brunnenstube für ein 125mm Rohrbrunnen? :)

Beitrag von Plunschmeister » Fr 13. Okt 2023, 11:51

Musst halt etwas probieren.
Die Zusätze sollen ja auch den Ton auflösen, damit dieser gefördert werden kann. Der Bohrkopf setzt sich dann nicht zu. Also ohne Zusätze wirst du da schlechte Karten haben. Langsam bohren und viel Spülung.
Es geht ja nichts verloren, da du im Kreis pumpst?

Einfach mal Bohrmaterial nehmen und schauen, ob sich dieses in deinem Spülmittel auflöst.

Normalerweise sollte das KG- Rohr dicht sein, wenn es ca. 1 m im Ton steckt. Das Material quillt auf und bildet eine Sperrschicht.
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Re: Reichen 5m Brunnenstube für ein 125mm Rohrbrunnen? :)

Beitrag von rspecht » So 5. Nov 2023, 10:18

Servus,

gestern ging es los - ich hab um 8 angefangen den Schacht weiter zu fluten nachdem am Freitag umgepant werden musste. Ich spüle nun nicht mehr in das Planschbecken sondern in den underen Teil des Schachts da das 200er Rohr nicht dicht zum Boden ist.
Das ging soweit auch ganz gut und ich habe gestern 5m in ca. 6h gebohrt. Dann haben wir aufgehört und das Gestänge gezogen.
Anscheinden Spüle ich zu wenig, da das Gestänge beim ziehen ab und an hakte. Ich habe kein Bohrzusatz drin und kaum Spülverluste - vllt. 1m^3 über den gesammten Tag.
Die Pumpe die ich aktuell einsetze ist so eine billige 1100W TPS 21000/e. Ich denke die würde auch richtig arbeiten wenn ich nur 1,5 statt 5m abstand vom Spülwasser zum Spülkopf hätte.
Wasser fließt dennoch gut aus dem 200er TStück raus.

Jetzt will ich ungern 500€ für eine gebrauchte große Tauchpumpe ausgeben und suche nach einer Bezahlbaren Lösung... wie wäre es mit einer 1500W Pumpe die ebenfalls 19m^3 dafür 3bar macht?
Auf dem Manometer am Spülkopf wackelt aktuell nur ab und zu der Zeiger, aber alles weit unter 0,3 bar. Wenn ich nun die 0,9bar der TPS mit den 5m Hub sehe ist das ja auch logisch.

Oder besorge ich lieber eine 2te TPS und verbinde die über ein T Stück?
Die TPS zusammen mit einer 3 Bar Pumpe wird wenig sinn machen, oder?

Viele Grüße
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