Schlamm am Boden meines Schachtbrunnen

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Thoralf
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Registriert: Di 21. Apr 2020, 08:28

Re: Schlamm am Boden meines Schachtbrunnen

#11

Beitrag von Thoralf »

Hallo Georg,

mein Satz mit dem Brunnen nicht leersaugen war vielleicht nicht so ganz absolut gemeint. Der bezog sich vor allem auf mein Vorgehen bei meinem Brunnen, dass man immer irgendwas flüssiges (Wasser-Schlamm-Gemisch) zum Absaugen braucht. Weil, den Schlamm selbst wird die Pumpe nicht saugen. Kommt aber auf die Konsistenz an. Bei mir war das eher ziemlich weich, nicht etwa "zäher Klärschlamm" (was bei einm Brunnen auch Unsinn wäre). Eher so Ablagerungen von Pflanzenresen. Vielleicht von Wurzeln, die irgendwann mal reinwuchsen, Laub, das durch Spalten der Abdeckung fiel usw. Und das bekam ich auch in keinster Weise irgendwie weggeschaufelt. Wenn Du mit 'ner Schaufel runtersteigst, dann bringst Du das alles in Bewegung und es wird zu einer dünnflüssigen Suppe, zumal ja auch ständig Wasser nachströmt. So jedenfalls bei mir. Dann kannst Du es auch besser gleich abpumpen. Aber das wirst Du dann sehen, wie es bei Dir vor Ort ist.

Diese Foto hatte ich in meiner Brunnenbaustory vom Tieferlegen meines Brunnens.
Bild
Bei mir ist unten Kies drin und wie man sehen kann ist der Untergrund wieder komplett sauber geworden, mit klarem Wasser. Den Wasserstand (er ist sehr gering) sieht man nur links unten am Spiegelbild des Lichts und wenn man genau hinschaut auch an einer dunkleren Färbung der Brunnenwandung.
Bei einem solchen weichen Untergrund wäre ein Schlamm raus schaufeln auch eher schwierig. Durch das nachströmende Wasser ist das alles in Bewegung.

Mir fällt dabei grad ein, dass mein Sohn seinen gleichfalls gemauerten Schachtbrunnen ebenfalls auf diese Weise vom Schlamm befreite. Der Vorbesitzer seines Hauses hatte das Regenwasser in den Brunnen geleitet. (Welch Frevel! und obendrein wahrscheinlich verboten). Er hatte sich dann meine Schmutzwasserpumpe ausgeliehen und ebenfalls mit einer Schaufel das Wasser im Brunnen immer in Bewegung gehalten und gepumpt bis kein Schlamm mehr da war. (Aber auch sein Brunnen ist nur ca. 4 m tief)

Und noch ein Hinweis aus der Erfahrung mit meinem Brunnen: Die Pumpe nicht am Schlauch, sondern an einem separat am Griff befestigen Seil ablassen. Dann kann man sie besser in der Höhe positionieren. Denn der Schlauch ist meist seitlich angeschlossen, dann verdreht sich die Pumpe durch ihr Gewicht.

Ich habe grad ins Datenblatt Deiner Pumpe geschaut: Das ist tatsächlich ein Monsterteil. Deren Förderleistung bedeutet dann wohl wirklich "Brunnen komplett leersaugen". Dann mach das mal und berichte hier. Würde mich interessieren, wie es funktioniert und wie das Ergebnis ist.

Viel Erfolg! LG
Thoralf
Der Elektroingenieur in mir meint: "Wasser braucht Strom" 8-)
Meine Projekte gibt es auch in meinem Blog:
https://blende-acht.blogspot.com/search/label/Brunnen
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wasserjo
Beiträge: 10
Registriert: Di 19. Mai 2026, 13:01

Re: Schlamm am Boden meines Schachtbrunnen

#12

Beitrag von wasserjo »

Hi Thoralf,
danke für deine ausführliche Schilderungen.
Es gibt ja nicht viele Schnutzwasserpumpen die über 10 m schaffen, darum werde ich mir die genannte besorgen.
Ich habe heute mal etwas vorbereitet, den "Galgen" der über das Brunnenloch kommt gefertigt wo ich dann eine elektr. Seilwinde dran hängen will.
Werde mit den Arbeiten aber dann erst in zwei Wochen starten, weil ich momentan keine Zeit habe.
Bin auch wirklich dann gespannt wie der Brunnenboden aussieht wenn der Schlamm weg ist.
Dieses Zeugs ist ganz fein, man fühlt nix rauhes wenn man es zwischen den Fingern reibt (ist am Senkel etwas haften geblieben, drum weiß ich es)
Ich werde dann aber natürlich berichten, evt. auch mit Bildern, wenn ich das Ganze überlebe....grrrrr.

Ich will dann natürlich auch eine neue Brunnenpumpe installieren. (Pumpe muss ich mir aber noch suchen...muß keine allzugroße Fördermenge haben, nur Druck soll sie bringen - denke da an ca.5,5bar )
Beim Saugschlauch bin ich mir aber noch etwas unschlüssig. Ich dachte da an was flexibles, damit ich evtl. die Pumpe einfach mal nach oben raus ziehen kann ohne sie demontieren zu müssen.
Ist sowas überhaupt möglich bei meiner Tiefe - ca. 10m ? Ich wollte die Pumpe auch ziemlich tief hängen da der Wasserstand ja auch nicht so hoch ist. Evtl. 50cm vom Boden weg.
Was sagen die Experten dazu ????

Danke voraus schon.
wasserjo
Beiträge: 10
Registriert: Di 19. Mai 2026, 13:01

Re: Schlamm am Boden meines Schachtbrunnen

#13

Beitrag von wasserjo »

Ich habe jetzt das ganze Material zusammen und werden Anfang Juni mit den Arbeiten beginnen ( ca. 30cm Schlamm raus machen und neue Installation )
* Brunnenpumpe: Ebara Idrogo 40/10 400V mit Förderhöhe bis 60m
* Druckschlauch PE-100, 1 Zoll
* Rückschlagventil wird 2,5m über Pumpenausgang plaziert (Pumpenhersteller sagt mind 2m von Ausgang)
* Verschraubungen habe ich alle in Messing gewählt
* Pumpe wird an Stahlseil 3mm V4A mit 50cm über den Brunnenboden aufgehängt, zusätzlich noch mit 8mm PE-Seil gesichert
* An die Pumpe kommt ein Zender Schwimmschalter OPTI1 für den Trockenlaufschutz

Das Ganze soll dann über einen Windkessel, incl. Pumpensteuerung, das alles schon vorhanden ist laufen.

Hier mal Bilder von meinen 10,50m tiefen Brunnen - die Leiter habe mittlerweile schon reingestellt.(Hoffe der Bilder Upload funktioniert)

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Unten im Brunnen sind so schwarze Ablagerungen an der Brunnenwand, was könnte das sein??
Jemand eine Idee

Wenn ich den Schlamm bzw das ganz feine Zeigs da raus habe, wäre es sinnvoll evtl ein Drainageflies 100 oder 150g/m² auf den Brunnenboden zu legen
und dann mit ca. 10cm Kies ( ca. 5-10mm ) zu beschweren.
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