Neue Saugpumpe für Gartenbewässerung (?)

Einsatz bei einem Grundwasseranfang bis zu 6m ab GOK (Geländeoberkante) möglich,
Kreiselpumpen selbstansaugend: HWW, HWA
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ZineX
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Neue Saugpumpe für Gartenbewässerung (?)

Beitrag von ZineX » So 2. Aug 2020, 11:28

Hallo alle miteinander!

Ich erkläre mal die aktuelle Situation:

Bohrbrunnen wurde vor 30 Jahren erstellt (da war ich ein Kind). Aus der Erde kommt lediglich ein schwarzes PE-Rohr, vielleicht 5-10cm im Durchmesser.
Angeschlossen ist ein Gardena Hauswasserwerk 3000/4.
Ich hab ca 1000m2 Rasen, dort sind mehrere Regner platziert. Mit einer kleinen Steuerung wird immer nur ein Regner angesteuert, anschließend der Nächste, da ansonsten der Druck nicht ausreicht. Aber auch mit dieser Technik liefern die Regner die mit 30-50m Schlauch angebunden sind, nur unzufriedene Ergebnisse. Hinzu kommt, dass das Grundwasser extrem eisenhaltig ist. Meine Regner sind nach 3 Monaten komplett braun angelaufen und laufen teils schon schwergängig (sind komplett aus Metall).
Einschaltdruck liegt bei 1,5bar, Ausschaltdruck bei 2,5bar. Das ist derartig unzufriedenstellend, dass ich testhalber den Einschaltdruck erhöht habe. Dabei ist mir aber aufgefallen, dass die Pumpe anscheinend jede Menge Luft zieht.

Daher die Frage: Wäre ein stärkeres Hauswasserwerk sinnvoll? Wenn ja, gibt es etwas, dass ihr empfehlen könnt?
An dem PE Rohr ist noch ein Rückschlagventil verbaut, dieses scheint aber auch nicht mehr ordentlich zu funktionieren. Was für ein Aufbau wäre also empfehlenswert? Und kann man was gegen das Eisen machen?


Grüße
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Plunschmeister
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Re: Neue Saugpumpe für Gartenbewässerung (?)

Beitrag von Plunschmeister » Mo 3. Aug 2020, 09:45

Willommen im Forum!

Sicher wird es leistungsfähigere Pumpe geben, nur du darfst die Rechnung nicht ohne den Brunnen machen. Ist dieser auch in der Lage, diese Wassermenge zu liefern?
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ZineX
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Re: Neue Saugpumpe für Gartenbewässerung (?)

Beitrag von ZineX » Mo 3. Aug 2020, 18:41

Plunschmeister hat geschrieben:
Mo 3. Aug 2020, 09:45
Willommen im Forum!

Sicher wird es leistungsfähigere Pumpe geben, nur du darfst die Rechnung nicht ohne den Brunnen machen. Ist dieser auch in der Lage, diese Wassermenge zu liefern?
Genau das weiß ich leider nicht. Wie könnte man dies am Besten herausfinden?
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Plunschmeister
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Re: Neue Saugpumpe für Gartenbewässerung (?)

Beitrag von Plunschmeister » Di 4. Aug 2020, 09:45

Das wird schwierig. Zumindest solltest du feststellen, in welcher Tiefe der Wasserspiegel liegt und wie weit dieser beim Pumpen abfällt.
Eine stärkere Pumpe hat ja auch zur Folge, dass u.U. der Wasserspiegel im Brunnen unter die Ansaughöhe abfallen kann. Eine Tiefbrunnenpumpe kann ja leider nicht zum Einsatz kommen.
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Moister
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Re: Neue Saugpumpe für Gartenbewässerung (?)

Beitrag von Moister » Di 4. Aug 2020, 13:01

ZineX hat geschrieben:
So 2. Aug 2020, 11:28
Aber auch mit dieser Technik liefern die Regner die mit 30-50m Schlauch angebunden sind, nur unzufriedene Ergebnisse.
Wenn das ein 1/2" Schlauch ist, ist die Länge zu hoch, da hast du zu hohe Verluste.
Ein 3/4" ist viel besser aber auch störrischer in der Handhabung.
Eine gute Alternative bei dieser Strecke wäre eine PE-Rohr Pipeline einzubuddeln.
ZineX hat geschrieben:
So 2. Aug 2020, 11:28
Daher die Frage: Wäre ein stärkeres Hauswasserwerk sinnvoll? Wenn ja, gibt es etwas, dass ihr empfehlen könnt?
Wie schon geschrieben wurde müßtest du wissen welche Wassermenge dein Brunnen im Dauerbetrieb liefern kann.
Das kannst du auch mal mit der Gardena ausprobieren, einfach den ewig langen Schlauch weglassen und die Pumpe ohne "Verbraucher", etc. pumpen lassen. Damit hast du die größte Fördermenge der Pumpe an deinem Brunnen. Natürlich schon so lange wie du eigentlich bewässern willst.
Wenn sie durchläuft, d.h. nicht in Störung wegen z.B. Trockenlauf geht, nimmst du einen 10l Eimer und stoppst die Zeit bis der Eimer gefüllt ist. Hochgerechnet hast du dann schonmal eine Wassermenge pro Stunde, die der Brunnen zu liefern vermag (kann natürlich auch noch mehr sein mit einer leistungsfähigeren Pumpe als der Gardena).

Die Rasensprenger hängst du auch mal mit einem kurzen dicken Schlauch an die Pumpe und checkst ob die Wurfweite größer wird und ob das passen würde. Danach stoppst du wie lange es dauert bis der 10l Eimer mit dem Rasensprenger gefüllt ist. Damit kannst du den Wasserverbrauch des Sprengers pro Stunde hochrechnen.
Vielleicht liegt der Wasserbedarf des Sprengers sogar unter der Hälfte der Menge, die der Brunnen liefern kann, dann könntest du zwei Sprenger gleichzeitig laufen lassen (mit der passenden Pumpe).

Mit der zur verfügung stehenden Fördermenge und der benötigten Wassermenge kannst du nach einer stärkeren Pumpe schauen.
Schöne Grüße.
Roland
"Nur die Harten bohren im Garten!"
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Plunschmeister
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Re: Neue Saugpumpe für Gartenbewässerung (?)

Beitrag von Plunschmeister » Di 4. Aug 2020, 22:42

Zusätzlich, mit einem Vakuummeter saugseitig verbaut, hast du dann zusätzlich auch noch die Wassersäule im Brunnen - im Auge.
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